Buchmesse Frankfurt – 5 Bücher für meine Wunschliste

Noch immer steht das bedruckte, als langweilig verschriene, analoge Papier im Mittelpunkt einer Buchmesse. In Szene gesetzte farbige Pappdeckel mit schicken Layouts animieren mich zum Hinlangen und Schmökern. Hier die fünf Bücher, die ein starkes Verlangen nach Lektüre derselben in mir ausgelöst haben. Ich muss sie lesen und deswegen landen sie auf meine Wunschliste.

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Marc-Uwe Kling kenne ich als Verfasser der Kanguru-Chroniken. Saukomische und teilweise abstruse Geschichten um ein sprechendes Kommunisten-Beuteltier. Er bekommt ganz bestimmt niemals den deutschen Buchpreis, aber dass er es wagt, eine Zukunftsroman zu schreiben mit hoffentlich dem gleichen Humor wie die Känguru–Chroniken, macht ihn wahrscheinlich nicht nur für mich interessant.

Herr Kehlmanns letzter Roman „Du hättest gehen sollen“ war ein kleiner Spätstarter. Obwohl schon bei der letzten Buchmesse präsentiert, hat man ihn erst Anfang des Jahres so richtig wahrgenommen. Ein schmaler Band mit einer Gruselgeschichte, die weitab von der üblichen Kehlmannprosa gezeigt hat, welche literarische Klasse der Mann zu bieten hat, wenn er kann und will. Sein neuer Roman „Tyll“ hat schon vor der Buchmesse vom Spiegel eine sehr lobende und Verkaufszahlen fördernde Rezension erhalten. Leider hat mich diese Werbemaßnahme auch angespitzt. Ich muss das Ding lesen.

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Herr Leggewie schreibt gerne und viel über aktuelle politische Themen. Er macht es sehr wissenschaftlich und fern ab jeglicher Schwarz-Weiß Polemik und daher finde ich ihn sehr lesenswert, gerade für Menschen, die ansonsten sich nicht gerne mit Politikwissenschaften und Soziologie auseinandersetzen.

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Herr Kubrick war nicht nur ein Regiegott, sondern auch ein akribischer Dokumentarist seines eigenen Schaffens. Nur Filmenthusiasten werden sich solch einem Werk hingeben. Um so schöner, dass der Taschen-Verlag es gewagt hat, sich diesem Nischending in einer Veröffentlichung zu widmen.

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Man mag es fast nicht glauben: Aber es gibt Menschen, die ihre Naziideologie ausleben, als habe das dritte Reich niemals aufgehört zu existieren. Frau Benneckenstein ist in einer solchen Familie groß geworden und schildert in diesem Buch das Leben als kleines blondes Nazimädel, dass sich als Erwachsene von der Familie und ihrer Nazisekte lösen konnte.

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