L‘heur(e) d‘amateur

MatthiasNowak

Mein Name ist Matthias Nowak. Ich bin begeisterter Literaturamateur und -dilettant. Ich schreibe Romane, Kurzgeschichten, manchmal Theaterstücke und Sketche.

Die Liste meiner Werke:

Das Buch der Gesellschaftsspiele – Roman

Kommt – Roman

Phänotyp oder die Woche in Bildern – sieben Kurzgeschichten

Mensch in der Revolte – Theaterstück

Keines dieser Werke ist jemals verlegt worden. Ich arbeite gerade daran, Phänotyp im Selbstverlag heraus zu bringen.

Es gibt viele Hobbyautoren und die meisten verbindet der Wunsch, berühmt zu werden und irgendwann einen Haufen Geld mit ihrer Literatur zu verdienen. Die Wahrscheinlichkeit, das Ziel zu erreichen, ist äußerst gering. Mein Traum war es, den Beruf des Schriftstellers auszuüben. Mein Leben verlief bisher in anderen Bahnen und es hat sich nicht ergeben.

Ich möchte mich von der Masse der Freizeitschrifsteller abheben. Ich verbinde mit ernsthaft geschriebener Literatur eine gewisse Geisteshaltung und den Anspruch Sprache auf hohem Niveau zu präsentieren. Literatur kann nicht die Welt retten. Dennoch glaube ich an die kleinen Denkanstöße mit denen wir dauerhaft Erkenntnisse und Denkprozesse bei unserem Leser erzeugen können, mit denen sie sich und ihr Umfeld positiv beeinflussen. Das funktioniert allerdings nicht, wenn wir Autoren uns als moralische Instanzen etablieren, die mit erhobenem Zeigefinger auf unsere Mitmenschen deuten. Es funktioniert nur über die Geschichten, die wir erzählen.

Insofern betrachte ich es als Glück, ein Amateur zu sein. Ich habe beim Schreiben keinen wirtschaftlichen Zwang. Ich habe einen Anspruch an mich und meine Literatur. Ich habe nicht so viel Zeit zur Verfügung wie ein professioneller Autor. Allerdings kann ich mir Zeit lassen und muss nicht den Inhalt meines Kühlschranks erarbeiten.

Ich kann einen Kontrapunkt zur Literaturlandschaft in Deutschland setzen. Aufgrund des jetzigen Vermarktungsdruckes vieler Verlage, ist es wichtig, dass es Autoren gibt, die Literatur von ihren wirtschaftlichen Zwängen befreit. Gerade in einer Zeit, in der die Verbreitung von Literatur noch nie so einfach und billig war.

Und trotzdem muss ich eine Lanze für viele Berufsschriftsteller und auch für die Verlage brechen. Die Verlage sind keine gestrige Institution. Sie befinden sich durch die Digitalisierung wie viele Branchen in einem Veränderungsprozess und am Ende wird es sie weiterhin als Verbreitungsweg geben, schließlich haben sie sich über Jahrzehnte Mittel und Wege erarbeitet, die man im Internet nicht einfach nachbauen kann.  Viele Autoren beherrschen ihr Handwerk besser als ich. Deswegen bleibe ich auch Dilettant. Zu vielen professionellen Autoren sehe ich ehrfürchtig auf. Allerdings kann es Kultur nie schaden, wenn es unzählige Facetten und Formen der Kulturausübung gibt und das eine muss dem anderen nicht widersprechen. Im Gegenteil:  Es ergänzt sich.

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